Genau so wünscht man sich ein Event. Volles Starterfeld, viele Stars der Szene und vor allen Dingen ein ungebrochenes Interesse von begeisterungsfähigen Fans entlang der Wertungsprüfungen. Der veranstaltende Ortsclub AC-Melle im ADAC Weser-Ems e.V. hat in diesem Jahr mit 160 Nennungen ein Rekord-Teilnehmerfeld und damit soviel Starter wie noch nie in den vergangenen Jahren bei seiner diesjährigen 12. Rallye Grönegau.

Damit zählt diese als Rallye 35 durchgeführte Veranstaltung schon zu den etwas größeren Events in Sachen Rallyesport in Deutschland. Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass der AC-Melle eine tolle Veranstaltung auf die Beine stellen kann und sich eine auch noch so weite Anreise in den Grönegau nicht nur lohnt, sondern bei sehr vielen aktiven Rallyefahren und Rallyefans schon fast zum Pflichtprogramm gehört.

Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, Holland und sogar aus Österreich und Schweden in den Grönegau.

Die Fahrer und Beifahrer in den unterschiedlichsten Klassen lobten durchgängig die interessanten Streckenführungen der 3 Wertungsprüfungen mit den insgesamt 35 Kilometern, die auf Bestzeit gefahren wurden und äußerten sich begeistert von dem großen Publikumszuspruch, zu der Fannähe und der begeisterten und mitreißenden Stimmung an den Zuschauerpunkten der verschiedenen Wertungsprüfungen, organisiert von den dortigen Anwohnern, wo dann auch schon mal alle Verwandten und Bekannten zu eingeladen werden und so der Rallye immer wieder auch eine ganz persönliche und unverwechselbare Note mit einem hohen Spaßfaktor garantieren.

Auch die sehr gute Organisation wurde immer wieder lobend erwähnt und das neue Rallyezentrum bei der Firma Wilms stach dabei besonders heraus. Auch die Hofüberfahrten in den Wertungsprüfungen sorgten bei Fahrern und Zuschauern für Begeisterung und dürften so wohl einmalig sein. Und als dann endlich das so markante aufbrüllen der Motoren und die Staubfahne vor der Kuppe das Herannahen der ersten Fahrzeuge signalisierte, hat der Puls bei allen Beteiligten den Zenit erreicht und es gibt wieder Rallyesport vom Feinsten.

Bei der Rallye 35 entbrannte schnell ein harter Fight zwischen Michael Bieg /Dietmar Moch auf einem Mitsubishi Lancer Evo 9 und Björn Satorius/Maresa Lade in einem Subaru

Imprezza WRX Sti auf der Strecke. Lagen die beiden in den Wertungsprüfungen 1, 2 und 4 noch mit leichten Vorteilen für Bieg/Moch im 1/10 Bereich dicht zusammen, konnte Satorius/Lade sich in WP 5 und 6 mit jeweils 1 Sekunde Vorsprung den Tagessieg mit dann insgesamt 2,8 sek. auf Bieg/Moch einfahren. Am Ziel von WP 6 wurde das Team Satorius/Lade dann zur Überraschung aller vom Vorjahresgesamtsieger Dennis Rostek, der den Wanderpokal des Gesamtsiegers aus dem Vorjahr auch gleich mit im Gepäck hatte, empfangen. Um Platz 3 kämpften auf der Strecke 3 Teams und den verbleibenden Platz auf dem Podium erfuhren sich nach einem spannenden Finale Steffan Göttig/Tina Ammermüller in ihrem Mitsubishi Lancer Evo IX und mit etwas Pech aufgrund eines Reifenschadens in WP 5, der ihn fast 10 sek. gekostet hat, fanden sich auf Platz 4 Axel Nörenberg/Silvia Haupt wieder auf einem BMW M3

Christoph Hilmes mit Beifahrer Andreas Schäfer vom ADAC Weser-Ems e.V. belegten Platz 8 in der Gesamtwertung mit ihrem Renault Clio RS